Gefahrgutübung bei Natendorf

Großangelegte Übung von Feuerwehr und DRK 

Gut Nienbüttel ist ein Hof, idyllisch im Wald zwischen Wessenstedt und Natendorf gelegen. Eine lange Baumallee mit Kopfsteinpflaster führt als eine von zwei Wegen zum Gehöft. Die zweite Möglichkeit das Gelände zu erreichen ist an einem Feld, vorbei durch etwas Wald und nicht durch Steine befestigt.

Knapp 100 Einsatzkräfte von der DRK Bereitschaft Kreis Uelzen sowie der Feuerwehr aus Gloste in Natendorf, dem 2. Fachzug Nord und dem Gefahrgutzug Nord probten am 09 Mai 2019 auf dem Gelände den Ernstfall. Angenommen wurde ein Schwelbrand in einer der Scheunen.

Gegen 18:57 Uhr wurde Anfangs die Feuerwehr Natendorf sowie der Einsatzleitwagen aus Ebstorf alarmiert. Kurz darauf starteten die sechs Fahrzeuge der Bereitschaft vom Sammelpunkt und die beiden Züge der Feuerwehr.

Nach der ersten Lageerkundung durch die Einsatzleiterin Katrin Schröder wurden die anrückenden durch den Einsatzleitwagen koordiniert und ihren Aufgabeorten zugeteilt. So wurden knapp 800 Meter Schläuche verlegt, die Brandbekämpfung eingeleitet und Atemschutzgeräteträger zur Personensuche in das verqualmte Gebäude geschickt.

Zwei Personen wurden noch als vermisst gemeldet. Parallel dazu kümmerte sich Zugführer Sven Richter vom DRK um die Bereitstellung seiner Helfer mit Tragen und Notfallausrüstung um eine eventuelle Versorgung der „Verletzten“ übernehmen zu können.

Im Verlauf des Szenarios fand ein Trupp in der Scheune mehrere Behälter mit Gefahrgut, welche sich, durch die entsprechende Recherche der eingesetzten Einsatzleitwagen die mit in der Übung eingebunden waren, als Salzsäure heraus stellten.

Weitere Maßnahmen mussten somit getroffen werden. Feuerwehr Leute wurden mit Chemikalienschutzanzügen ausgerüstet, ein Dekontaminationsplatz wurde hergerichtet und vieles mehr. Eine Drohe der Feuerwehr startet zeitgleich mit ihrem Flug, um ein sogenanntes Lagebild aus der Luft einzufangen. 

Am Boden wurde derweil weiter die Lage abgearbeitet. Entsprechend ausgerüstete und ausgebildete Trupps vom Gefahrgutzug gingen in das Gebäude vor und fingen die angenommenen Salzsäure auf. Währenddessen kümmerte sich ein weiterer Trupp um die Rettung der verletzten Person. Diese wurden dann nach der Dekontanimation durch die Helfer vom DRK übernommen und zur weiteren Versorgung in die bereitstehenden Rettungswagen verbracht.

Im Mittelpunkt der knapp zweistündigen Übung stand unter anderem die Kommunikation aller beteiligter Einsatzkräfte über Funkgeräte und einem eigens ausgearbeiteten Funkkonzept, welches im Jahr 2016 im Kreis Uelzen eingeführt worden war, und der Zusammenarbeit zwischen den Zügen der Feuerwehr und dem DRK.

Bei einer anschließenden Nachbesprechung konnten einige Punkte bereits aufgedeckt werden, die es gilt in den kommenden Ausbildungen der Einheiten auszuarbeiten.

Text und Fotos: Philipp Schulze / Presse-Team DRK Bereitschaft Kreis Uelzen

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